Wirkungsmechanismus der Formel von Q10 Magic Power

Energie für die Zelle

Die Zelle ist die elementare Einheit des Körpers, der Sitz des Lebens. Alle ihre Funktionen sind gebunden an eine ausreichende Versorgung mit Energie. Sie selbst ist aber in der Lage, diese zu gewinnen. Das geschieht in biochemischen Prozessen, parallel zu denen, die die Baustoffe des Organismus erzeugen. 

Dem voraus liegen aber erst einmal Abbauvorgänge: die gesamte Verdauung und die Umwandlung der Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette in einfache Zucker, Aminosäuren und Fettsäuren. In der Zelle werden letztere zwecks Energiegewinnung in eine bestimmte Substanz umgewandelt, die sog. „aktivierte Essigsäure“.

Genauer: der Abschluss des Kohlenhydratabbaus endet in dem des einfachsten Zuckers, der Glucose/ Traubenzucker. Es entsteht Brenztraubensäure/ Pyruvat. Diese verbindet sich mit dem Coenzym A zur „aktivierten Essigsäure“(Acetyl-Co A).

Auch einzelne Fettsäuren schließen sich mit sich mit Co A zusammen, zu Acyl-CoA. Dieses wird dann ebenfalls in Acetyl-CoA umgewandelt. 

Anders verhält es sich nur bei den Aminosäuren: ihre Teilstücke werden erst später in den folgenden Mechanismus eingespeist. Alle diese Stoffwechselprozesse werden enzymatisch gesteuert. Dies gilt auch für die eigentliche Energiegewinnung, die in bestimmten Arealen der Zelle, den sog. Mitochondrien, stattfindet. 

Dabei lassen sich 2 Stufen unterscheiden:
Zuerst einmal der sog. Citratzyklus. Hier werden wie auch sonst in der Zelle Bausteine für die Synthese körpereigener Substanzen erzeugt und es fällt als Abfallstoff Kohlendioxid an. Anfang und Endpunkt dieses zyklischen Geschehens ist die aktivierte Essigsäure. Es wird auch bereits eine kleine Menge Energie gewonnen. Vor allem aber werden positiv geladenen Wasserstoffteilchen
(H+) frei. Diese werden gebunden, indem sie auf die Coenzyme NAD und FAD übertragen werden. 

Es entstehen NADH und FADH. 

Dies stellt die Initialzündung dar für die 2. Stufe, die sog. Atmungskette. Man spricht auch von „innerer Atmung“. Denn hier spielt Sauerstoff eine entscheidende Rolle. (Im Falle von Sauerstoffmangel kann der Körper auch alternativ auf andere Formen der Energiegewinnung umstellen.

Ihnen kommt im gesunden menschlichen Körper aber nur eine untergeordnete Funktion zu.) Dieser Übergangsbereich von Stufe 1 zu Stufe 2 ist aber ein kritischer. Es handelt sich um eine Art Flaschenhalssituation. Eventuelle Defizite von NAD und FAD würden eine Blockade verursachen, bevor die innere Atmung, die Energiegewinnung überhaupt in Gang kommt. Das mögliche Defizit betrifft vor allem die Versorgung mit B-Vitaminen. Vitamin B2 ist etwa Ausgangsstoff für die Synthese von FAD und Vitamin B3 derjenige für die des NAD. Aber auch andere spielen eine wichtige Rolle. (s. schematische Übersicht u.).

In der Atmungskette wird nun letztendlich Wasserstoff auf Sauerstoff übertragen durch eine Kette von Zwischenschritten. Der entscheidende Katalysator ist dabei das Coenzym Q10. Es handelt sich um so etwas wie eine verzögerte Knallgasreaktion, durch die Wasser entsteht. Die parallel zu den positiv geladenen Wasserstoffteilchen wandernden (negativen) Elektronen bauen dabei Energie auf in Form elektrischer Spannung.

Diese Energie wird am Ende der Kette gespeichert in den chemischen Bindungen einer bestimmten Substanz, dem sog. Adenosin-Triphosphat, ATP. Damit stellt ATP gewissermaßen eine (fast) universale Währungsreserve an Energie dar, welche dem Organismus zur Verfügung steht. (Zweitwährung ist das GTP/ Guanosin-Triphosphat, das aus dem Citratzyklus stammt.)

Zugleich muss aber für seine ausreichende Bildung ein Pool an Grundstoffen vorhanden sein, im besonderen der Zucker Ribose für den Aufbau des Adenosin (und Guanosin).

Alle Phasen des Geschehens werden durch Enzyme und Cofaktoren/Coenzyme bewerkstelligt und gesteuert. Ihre Durchführung ist insofern abhängig von der ausreichenden Verfügbarkeit aller benötigten Faktoren. Andernfalls ist der Körper gezwungen, auf alternative, ineffektive Prozesse der Energiegewinnung umzustellen.

Stufe 0: Erzeugung von Acetyl-Co A (durch Enzym Pyruvat-Dehydrogenase)

  • benötigt: Coenzym A
  • dieses besteht aus
  • Pantothensäure (Vitamin B5),
  • der Aminosäure Cystein und
  • ADP (ADP = Vorläufer des ATP: ATP minus 1 Phosphatgruppe)

 

zu seiner Bildung benötigt:

  • Vitamin B2 als FMN
  • ATP

Cofaktoren:

  • Vitamin B1
  • Alpha-Liponsäure (eine schwefelhaltige Fettsäure)
  • Vitamin B2 als FAD
  • Magnesium

Stufe 1: Citratzykus (viele verschiedene hintereinander geschaltete Enzyme)

  • Cofaktoren:
  • Eisen
  • Vitamin B3 als NAD
  • Mangan
  • Magnesium
  • Vitamin B1
  • Vitamin B2
  • Alpha-Liponsäure
  • Co A
  • Biotin/ Vitamin B7
  • Vitamin B2
  • GTP
  • ATP

Einschleusung der Aminos.uren

Cofaktoren:

  • Vitamin B6
  • Biotin/ Vitamin B7
  • Magnesium
  • Kobalt
  • Mangan
  • Eisen
  • Vitamin B12

Stufe 2: innere Atmung (enzymatische Kette, Wasserstoffteilchen und parallel Elektronen werden sukzessiv auf Tr.gerstoffe und Enzyme übertragen)

  • H+ .bertr.ger:
  • NADH + H
  • FADH + H

Elekronenübertr. ger.:

  • FMN (in 1. enzymatischer Reaktionsphase)
  • FAD (in 2. Phase)
  • Eisen-Schwefel (3. Phase)
  • Kupfer (4. Phase)
  • Co Q10-Spiegels (zwischen den ersten 3 Phasen: von 1 zu 2, von 2 zu 3)
  • Cytochrom C (von 3. auf 4. Phase)
  • Cofaktoren:
  • Vitamin B2
  • Eisen/ H.m
  • Co Q10
  • Kupfer

Bei der Energiegewinnung fallen im ganzen Verlauf Abfallprodukte an, die chemisch sehr reaktiv, weil unges.ttigt sind (freie Radikale). Deshalb müssen Radikalf.nger zur Verfügung stehen, um möglichen Sch.den vorzubeugen. (Dazu mehr unten im Zusammenhang mit oxidativem und nitrosativem Stress.)

Auch Co Q10 ist in seiner oxidierten Form (Ubichinon) gef.hrlich, es muss wieder regeneriert, in seine reduzierte Form (plus einem H+ ) gebracht werden: Ubichinol.

Cofaktoren:

  • Selen
  • Zink
  • Vitamin B2
  • Vitamin B3
  • FAD bzw FADH
  • NADH bzw NADPH

Bestandteile der Formel im einzelnen:

Coenzym Q10
oder Ubiquinon, ist ein Vitaminoid, d.h. eine für den Organismus essentielle Substanz. Es wird nicht zu den Vitaminen gezählt, weil es in kleinen Mengen vom Körper selbst produziert wird. In seiner chemischen Struktur den Vitaminen E und K nahe verwandt, wird es als fettlösliche (lipophile) Substanz wie diese mit den Fetten/ Lipiden im Darm aufgenommen.

Nun ist Co Q10 zwar in kleinen Mengen in vielen Nahrungsmitteln enthalten und wird auch vom Körper selbst gebildet, aber vorgenommene Messungen des Q10-Spiegels zeigen heutzutage häufig eine Unterschreitung des Normwertes von 0,8 mikro mol/L. (Am besten wäre ein Wert >1,2 mikro ml/l). Übersteigt der Bedarf die Versorgung, etwa in Phasen von Krankheit, Regeneration oder besonderer Beanspruchung, benötigt der Körper zusätzliche Unterstützung. Aber auch bei einer gesunden Person bilden sich leicht Defizite. Denn mit zunehmendem Alter sinkt die Eigenproduktion des Körpers ab und das Angebot aus der natürlichen Nahrung reicht oft nicht aus.

Co Q10 stellt den Schlüsselfaktor dar für die Energiegewinnung, seine Mitwirkung in den ersten drei Phasen der Atmungskette ist unerlässlich. Eine ähnliche Funktion übernimmt es auch in anderen Zellstrukturen als den Mitochondrien und damit für weitere Stoffwechselprozesse. (Etwa bei der Glykolyse. Dies ist der Abbau von Glucose/ Traubenzucker bis zur Essigsäure.)

Zugleich erfüllt es aber noch andere Funktionen. So ist es – zusammen mit dem NADH, den Vitaminen C, E und den Mineralien Selen und Zink – eines der mächtigsten Antioxidantien. Es schützt also die Zelle, besonders die Mitochondrien und das Erbgut, vor der Schädigung durch aggressive Sauerstoffverbindungen (ROS), die von außen getriggert werden oder im Stoffwechsel ganz natürlich anfallen. (Man nennt sie auch freie Radikale, weil es sich um ungesättigte Verbindungen handelt, die ganz leicht in chemische Reaktionen eintreten.) Durch seine antioxidative und energetisierende Wirkung unterbindet Q10 das Entstehen von Entzündungsprozessen sowie weitere Risikofaktoen degenerativer Erkrankungen. So steigert es die Fettverbrennung, verhindert die schädliche Oxidation des LDL-Cholesterins und beeinflusst den Blutzuckerspiegel positiv. Besonders die Zellstrukturen der Nerven, Blutgefäße und Muskeln werden dadurch geschützt.

Im Zusammenspiel mit dem Vitamin E – für dessen Regeneration es auch zuständig ist – verbessert es nachweislich die Immunabwehr des Körpers, es kommt zu einer vermehrten Bildung von Antikörpern und Abwehrzellen.

Die Organe mit dem höchsten Bedarf an Co Q10 sind Herz und Gehirn. So kann ein um 5-10% verringerter Versorgungsstatus Störungen der Herzfunktion nach sich ziehen. Verschärft wird die Situation oft noch durch die Einnahme von Statinen (eine Klasse von Cholesterinhemmern), welche die Eigenproduktion des Co Q10 durch den Körper auf Null herunterfahren. Entsprechendes gilt vom Gehirn bzw in Bezug auf unsere geistige Leistungsfähigkeit.

Stichworte:
Energiegewinnung, Stoffwechsel, Antioxidans, Blutwerte (Zucker, Fette), Herz, Gefäße, Immunsystem, Entzündungen, Gehirn/ geistige Leistungsfähigkeit

NADH (Nicotinamd-Adenin-Nukleotid) oder Coenzym Q1 

Bei NAD handelt es sich um einen Abkömmling des Vitamin B3. (s.u.) NADH ist die reduzierte, d.h. mit einem Wasserstoffatom (H*) verbundene Form des NAD. Es handelt sich also um 2 Formen einer Substanz. Durch die Aufnahme eines Wasserstoffatoms (H+) entsteht aus der ersten die zweite. 

Diese Aktivität der Wasserstoffaufnahme ermöglicht es dem NAD+ als ein Coenzym zu wirken, eine Vielzahl spezieller Enzyme bei unterschiedlichen Stoffwechselprozessen zu steuern. (Etwa 100 verschiedene im ganzen Körper.)

Immer wird Wasserstoff (2 x H+) von einer Substanz abgespalten und auf das Coenzym übertragen (NAD+ > NADH). Dabei wird ein H+ freigesetzt. (Oder es bildet sich NADHH.) Dieser Prozess läuft bei Bedarf aber auch wieder in umgekehrter Richtung ab. NAD+ wird regeneriert und damit wieder einsatzfähig. (Dies geschieht etwa durch das künstlich zugeführte NADH der Nahrungsergänzung – ein schnellerer Weg der Versorgung als über den Grundstoff Vitamin B3.)

Es nimmt wichtige Aufgaben wahr bei dem Schutz – als stärkstes Antioxidans innerhalb der Zelle – wie auch bei der Regulation der zellulären Strukturen. Im besonderen gilt dies von der Reparatur beschädigter Erbsubstanz, DNS.

Von besonderer Bedeutung ist seine Rolle als Coenzym bei der zellulären Energiegewinnung (an der Schnittstelle von Citratzyklus und Atmungskette). Herzmuskelzellen benötigen etwa zu ihrer Versorgung pro Gramm eigene Masse 90 mikrogramm,
Gehirnzellen 50 mikrogramm. 

Ein vermehrtes Angebot an NAD(H) sollte also auch zu einer signifikanten Erhöhung von ATP bzw von Energie führen. Erwartungsgemäß ergab sich bei einer experimentellen Studie, die an der Universität Freiburg (Grothwohl et. al, 2000) an Leistungssportlern durchgeführt wurde, folgendes Bild: geringerer Sauerstoffverbrauch und bessere Sauerstoffverwertung, höhere Vitalkapazität mehr muskuläre Energie und geistige Schärfe, verkürzte Reaktionszeit

Bei der Energiegewinnung ist es dem Co Q10 vorgeschaltet, in gewisser Weise noch übergeordnet. Denn zum einen wird es benötigt, um Co Q10 nach seiner Verwendung wieder zu regenerieren, andererseits bringt es dieses überhaupt erst in die chemische Form, in der es agieren kann. So ist jenes etwa sonst ein oxidierender und kein antioxidativ wirkender Stoff. (Wichtigkeit der Kombination!)

Außerdem trägt NADH auch zur Entgiftung bei. Denn es regeneriert das Tripeptid Gluthation, ein anderes wichtiges Antioxidans. Gluthation ist aber der zentrale Baustein für das bedeutendste aller Detox-enzyme, die Gluthatonperoxidase.

Eine besondere Rolle spielt es zudem bei der körpereigenen Produktion der Neurotransmitter Dopamin, Serotonin, Adrenalin, Noradrenalin und Melatonin. 

Alle diese sind bedeutsam für unsere mentalen Fähigkeiten: Aktivierung, Wachheit respektive Entspannung, Schlaf, Reaktionsfähigkeit, Denken und Gedächtnis. Gleichzeitig beeinflussen sie ganz wesentlich auch die emotionale Befindlcihkeit: Lebensfreude versus Depression. Nicht umsonst nennt man Dopamin „Glückshormon“. Denn es ist der Botenstoff des inneren eigenen Belohnungssystems.

Wie auch andere Nervennahrung (B-Vitamine, Co Q10) vermag NADH die eigene geistige Leistungsfähigkeit zu steigern.

Weitere in der Literatur genannten Effekte:

  • Senkung des Blutdrucks, sowie des Spiegels von Gesamtcholesterin und im besonderen der LDLFraktion,
  • verringerter Blutzuckerspiegel,
  • Förderung der Immunabwehr,
  • Steigerung der Produktion des Botenstoffes NO (Stickstoffoxid), was eine bessere Durchblutung
  • veranlasst.

Stichworte:
Energiegewinnung, Reparatur des Erbguts, Antioxidans, Neurologie, Schutz und Funktion des Nervensystems, emotionale und mentale Gesundheit, Immunsystem, Entzündungen

Vitamin B3
(Da es in kleinen Mengen selbst vom Organismus aus der Aminosäure Tryptophan hergestellt wird, ist B3 im strengen Sinne eigentlich kein Vitamin.)

Es handelt sich um eine Mischung der chemisch verwandter Strukturen Niacin/Nicotinsäure und Nicotinamid.

Die Bedeutung im Rahmen der Energiegewinnung ist ja bereits aufgezeigt worden, seine eigene und die seiner Abkömmlinge. Dennvor allem stellt es ein Reservoir dar für die Bildung der Coenzyme NAD(H) und NADP/NADPH. Diese fungieren als unverzichtbare Faktoren in ca. 200 enzymatischen Vorgängen im Körper. (Unter anderem beim Abbau von Kohlenhydraten oder dem Aufbau von Fettsäuren und Steroiden (etwa Hormonen wie dem Östrogen).

Niacin und Nicotinamid besitzen antioxidative Eigenschaften. Letzteres ist auch Bestandteil zweier Detox-Enzyme in der Leber. Sie zeigen zudem einen senkenden Einfluss auf die Blutwerte von Triglyceriden, des Gesamtcholesterins und dessen LDL-Fraktion. Derjenige der HDL-Fraktion wird dagegen erhöht.

Benötigt wird das Vitamin B3 für die Erneuerung von Haut, Nerven und Muskeln, es besteht zudem ein Zusammenhang mit der Replikation und Reparatur der DNS. Andere Wirkungen, die in der Literatur auftauchen, sind: Regulation des Blutzuckerspiegels, Erweiterung der Blutgefäße,

Unterstützung von Herz-, und Verdauungsfunktion, eine Rolle bei der Aufrechterhaltung des Calciumgleichgewichts im Körper.

Stichworte:
Energiegewinnung, Reparatur des Erbguts, Antioxidans, Zellerneuerung, Haut, Muskeln, Nerven, Blutwerte (Zucker, Fette), Cakziumhaushalt

Vitamin B2 oder Riboflavin ist ein weiterer essentieller Faktor für die Energiegewinnung der Zelle. In der Atmungskette spielen zwei seiner Abkömmlinge, das FAD (Flavin-Adenosin-Nukleotid) und das FMN (Flavinmononukleotid) als Coenzyme ähnliche Rollen wie das NAD. (Dabei agieren sie parallel und mit ihm gemeinsam.)

Ebenso nehmen sie an vielen weiteren Stoffwechselprozessen teil. Das betrifft den Abbau von Fettsäuren und Aminosäuren wie auch bestimmter Abbauprodukte (Purine). Im besonderen ist Riboflavin involviert in den Aufbau von Niacin /Vitamin B3, Vitamin K, Folsäure /Vitamin B9 und Pyridoxin/ Vitamin B6.

Mit den beiden letzteren – und Vitamin B12 – ist es funktionell zudem verbunden in der Kontrolle des Homocysteinspiegels im Blut. (Jener ist ein Risikofaktor für die Bildung von Arteriosklerose in den Gefäßen.)

Es ist involviert in viele Prozesse, die dem Wachstum gesunden Gewebes dienen und schützt als Antioxidans Schleimhaut, Haut, Nerven und Auge (Katarakt).

Weitere wichtige Aufgaben liegen im Detox-bereich: Das ist zum einen der Aufbau des für Xenobiotika zuständigen Enzyms FMO. Andererseits dient es als Cofaktor beim Recycling des wichtigen Radikalfängers und Entgiftungsmittels L-Gluthation.(s.o.)

Zusätzlich kommt ihm eine Funktion im Immunsystem zu (Phagozytose), es ist wichtig bei der Bildung roter Blutkörperchen und der Produktion von Adrenalin im Nebennierenmark.

Stichworte:
Energiegewinnung, Stoffwechsel, Antioxidans, Entzündung, Immunsystem, Gehirn, Gefäße, Homocystein, Detox, Blut, Anämie

Vitamin B6 oder Pyridoxin ist als Coenzym präsent in vielen Prozessen des Stoffwechsels von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißen. Besonders wichtig sind die Synthese von Fetten und Steroiden (Hormone und die schützenden Markscheiden der Nervenzellen) und der Eiweiße (Neurotransmitter, aber auch Bestandteile des Blutes, des Immunsystems, von Haut, Bindegewebe und Knorpel/Kollagen).

Zu erwähnen sind hier auch die Synthese des Niacin /Vitamin B3 (s.o.), von Taurin (s.u.) und des Kreatin. Letzteres ist wichtig für die Funktionen von Muskeln und Nerven, stellt zudem die Phosphatgruppe zur Verfügung, mittels der ADP zu ATP umgewandelt wird.

Wichtig ist auch seine Rolle bei der Synthese von Nukleinsäuren, aus denen DNS und RNS aufgebaut werden.

Auch weitere Prozesse werden positiv beeinflusst: der Abbau von Histamin (Botenstoff bei Entzündungen und vielen allergischen Reaktionen) und die Senkung des Spiegel des Homocystein (s.o. Vitamin 2 und u. Vitamin B12 ).

Ein Aspekt, der besonders hervorgehoben werden sollte, ist seine Relevanz bei Diabetes. Denn eine ausreichende Versorgung mit Vitamin B6 verhindert die Bildung von AGEś (Advanced glucation end products). Dabei handelt es sich um verzuckerte Eiwei.e. Diese ver.ndern die Struktur des Gewebes, im besonderen auch des H.moglobin, welches für den Sauerstofftransport im Blut verantwortlich ist.

Stichworte:
Energiegewinnung, Stoffwechsel, Entzündung, Immunsystem, Eiwei.synthese, Hormone, Blut, Haut, Bindegewebe, Neurologie, DNS, RNS, Diabetes, Histamin, Allergie, Homocystein

Vitamin B1 oder Thiamin
Hier lässt sich übergangslos anschließen. Bilden die B-Vitamine doch ein Gesamtsystem, in dem sich ihre Wirkungen gegenseitig unterstützen. Beim Auf-, und Abbau organischer Verbindungen nehmen sie oft ähnliche Funktionen ein. Das gilt etwa bei Regulierung der Genaktivität – sie übertragen Acyl- oder Methylgruppen, die die Proteinstrukturen verändern und die Gene damit an-, und abschalten.

Der Schwerpunkt der Aktivitäten des Thiamin liegt im Kohlenhydratstoffwechsel. Auch die Einschleusung des Abbauproduktes Brenztraubensäure in den Citratzyklus benötigt Vitamin B1. Das gehört in den Zusammenhang des oben „Flaschenhals“ genannten Phänomens der Vitamin-BAbhängigkeit der Energiegewinnung.

Eine Besonderheit besteht zudem in einer Schutzfunktion des Vitamin B1 für die Gefäßwände gegenüber hohen Blutzuckerwerten. Die obere Gewebsschicht, das Endothel, erweist sich so als weniger empfindlich gegen Zuckerspitzen. Damit wird vaskulären Komplikationen, also dem Auftreten von Gefäßschäden, vorgebeugt. Wie auch das Vitamin B6 verhindert es zudem die Bildung verzuckerter Eiweiße und damit eingehender Entzündungen. Seine Bedeutung bei Diabetes liegt somit auf der Hand.

Von besonderer Relevanz erweist sich Vitamin B1 in der Neurologie: denn Nervenzellen sind für ihre Energieversorgung als Grundstoff vollständig auf Glucose aus dem Kohlenhydratstoffwechsel angewiesen. Auch an der Bewahrung der Schutzschicht der Nervenzellen ist Vitamin B1 beteiligt.

Bei der Synthese der Neurotransmitter Acetylcholin, Aspartat, GABA und Glutamat liegt ein biochemischer Zyklus vor, der zugleich Vitamin B1, B 6, B12 und Folat/ Vitamin B 9 ben.tigt. Thiamin übernimmt so viele Funktionen im System der Nerven und der koordinierten Muskeln. Es fungiert zudem im Eiwei.stoffwechsel und wird für die Produktion von Antikörpern durch Abwehrzellen des Immunsystems benötigt.

Stichworte:
Energiegewinnung, Stoffwechsel, Reparatur des Erbguts, Diabetes, Neurologie, Gehirn, geistige Leistungsfähigkeit, Muskeln, Herz, Immunsystem

Vitamin B5 oder Pantothensäure
bzw seine aktive Form, Panthenol (ein Alkohol) ist an über 100 Prozessen des Abbaus und Transports von Kohlenhydraten und Lipiden/ Fetten beteiligt, ebenso auch am Aufbau von Lipiden: Cholesterin, Steroidhormone, Phospholipide (Bestandteile der Nerven), Vitamin A und D.

Es senkt aber die Werte des Gesamtcholesterins, seiner LDL-Fraktion und der Triglyceride im Blut. Im Citratzylus (Energiegewinnung) spielt es eine wichtige Rolle bei der Gewinnung aktivierter Essigsäure (durch enzymatischen Transfer von Acylgruppen).

Ferner wirkt es mit bei der Synthese von Aminosäuren und Proteinen/Eiweißen, etwa des Taurin (s.u.). von Häm (→ Hämoglobin: Sauerstofftransport im Blut), von Antikörpern im Immunsystem und des Neurotransmitters Acetylcholin (zusammen mit anderen B-Vitaminen, s.o.) Im besonderen profitieren Schleimhäute und Haut. So erhöht Pantothensäure nachweislich die Hautfeuchtigkeit.

Stichworte:
Energiegewinnung, Stoffwechsel, Blutwerte (Fett), Haut, Schleimhaut

Vitamin B12 oder Cobolamin
tritt im Organismus in mehreren verwandten Formen auf. Es wird im Dünndarm (mit Hilfe des sog. Intrinsic Factor) aufgenommen und v.a. in der Leber gespeichert. Da es in rein vegetarischer Diät nicht vorkommt, ist beim Verzicht auf tierische Nahrungsmittel eine ergänzende Einnahme/ Substitution zu empfehlen.

Vor allem im Zusammenwirken mit Folsäure/ Vitamin B9 und Biotin /Vitamin B7 übernimmt es Aufgaben im Stoffwechsel der Fettsäuren und der Aminosäuren bzw Eiweiße. Einerseits sorgt es im Citratzyklus für die Umwandlung von Fett,- und Aminosäuren, andererseits dient es der Herstellung von Baustoffen, Lipiden und Proteinen. An der Synthese von Nukleinsäuren (damit von DNS und RNS) ist es ebenso beteiligt wie an der des Myelin. (Aus diesem besteht die Schutzschicht der Nervenzellen.)

Unerläßlich ist es zudem beim Aufbau der Neurotransmitter Dopamin und Serotonin. Auch wirkt mit am Histaminabbau im Gehirn. (Histamin fungiert als Botenstoff, kann aber im Übermaß Entzündungsreaktionen auslösen.)

Aufgrund seiner Rolle beim Eiweißstoffwechsel und der Reproduktion der Erbinformation stellt es einen wesentlichen Faktor dar bei der Vermehrung von Zellen bzw Gewebe. Das betrifft insbesondere den Aufbau der Knochenmatrix und die Reifung der roten Blutkörperchen, der Erythrozyten. (Wie das Fehlen von Eisen eine besondere Form von Anämie auslöst, so auch der Vitamin B12 – Mangel: die perniziöse Anämie. Oft kommen beide kombiniert vor.)

Für die Detoxifikation von Homocystein stellt Vitamin B12 die Schlüsselsubstanz dar. (s.o.) Erwähnt wird in der Literatur auch die Bedeutung von Vitamin B12 bei Diabetes. Ein ganz besonders wichtiger Aspekt der Wirkung von Vitamin B12 wurde noch nicht erwähnt: Es stellt das wichtigste Gegenmittel dar gegen nitrosativen Stress. Damit gemeint ist das Abfangen von aggressiven Stickstoffverbindungen (NOS) im Körper. Diese ähneln den freien Radikalen des Sauerstoffs. Beide verstärken sich auch gegenseitig, verbinden sich zum Teil zu noch toxischeren Substanzen. In den daraus resultierenden Schäden vor allem an den Mitochondrien in der Zelle liegt die Wurzel vieler systemischer Erkrankungen. (Man spricht hier von den sog. Mitochondropathien.)

Stichworte:
Energiegewinnung, Stoffwechsel, Homocystein, Neurologie, Entzündung, Histamin,

Vitamin E oder Tocopherol/ Tocotrienol

„Vitamin E“ dient als Sammelbegriff für 8 verwandte Substanzen, vier Tocopherole und vier Tocotrienole. Zur Unterscheidung werden sie jeweils mit den ersten Buchstaben des griechischen Alphabets bezeichnet. (Z.B. Gamma-Tocotrienol)

Es stellt das wichtigste lipophile (fettlösliche) Antioxidans dar im Organismus. Besonders alle möglichen Lipidstrukturen bewahrt es vor der chemischen Ver.nderung. (So im Inneren der Zelle, in der Zellmembran, im Blutplasma, wo es Lipoproteine wie das Cholesterin schützt usw.)

Von besonderer Wichtigkeit ist das für das Nervensystem und das Gehirn, das zu 60% aus fettähnlichen Molekülen besteht. Stabilisiert wird so auch die (lipophile) Membran der roten Blutkörperchen. Gamma-Tocotrienol wirkt zudem – wie das Vitamin B12 (s.o.) und das Spurenelement Selen (s.u.) – auf die hoch toxische Sauerstoff-Stickstoffverbindung Peroxynitrit. Damit wird gegen den nitrosativen Stress ebenso vorgegangen wie gegen den oxidativen.

Im besonderen wirkt es protektiv im Auge (grauer Star, Makuladegeneration). Denn es stoppt Oxidationsprozesse durch Lichtexposition/ UV-Strahlung. Hierbei arbeitet es mit dem Vitamin C zusammen.

Zusammen mit dem Vitamin C wirkt es auch beim antioxidativen Schutz von Gefäßen und Herz. Als natürlicher Blutverdünner beugt Vitamin E zudem Thrombosen bzw Herzinfarkt und Schlaganfall vor.

Gemeinsam mit Selen (s.u.) entwickelt Vitamin E eine antiinflammatorische/ antientzündliche Potenz. Denn es greift in den Metabolismus der Eicosanoide ein, lokaler Signalstoffe, welche ihrerseits Entzündungen regulieren.

Besonders die Synthese einer bestimmten Klasse, der der Prostaglandine, wird normalisiert. Da diese mit dem Entstehen von Schmerzen zu tun haben, gilt Vitamin E als Painkiller.

Ansonsten spielt Vitamin E nicht nur eine protektive, sondern auch eine konstruktive Rolle. So beim Aufbau von Proteinen, etwa Kollagen. Es f.rdert Heilungsprozesse speziell der Haut und kräftigt Muskeln und Bindegewebe. Hierfür ist vor allem der Gen regulierende Einfluss des Vitamin E verantwortlich. Denn es wirkt so ein auf Zelldifferenzierung und, – vermehrung.

Weitere Aktivitäten des Vitamin E:
Es fördert Resorption, Verwertung und Speicherung von Vitamin A, wirkt bei der Hormonproduktion mit (positiver Einfluss bei PMS), hemmt die Bildung toxischer Nitrosamine im Magensaft, verhindert die Verzuckerung von Proteinen wie etwa des H.moglobin.

Zugleich verbessert Vitamin E aber auch die die Glukosetoleranz und die Insulinempfindlichkeit der K.rperzellen. (H.lt damit Diabetes partiell in Schach.)

Stichworte:
antioxidativ, antinitrosativ, lipophil, Blut, Schutz, Flie.eigenschaften, Entzündung, Immunsystem, Schmerz, Zellerneuerung, Haut, Muskeln, Bindegewebe, Diabetes

Vitamin K
kommt in 2 Grundformen vor: Vitamin K1 (Phyllochinon) aus pflanzlichen Quellen, Vitamin K2 (Menachinon): aus tierischem oder bakteriellem Ursprung. Davon existieren dann noch verwandte Unterformen.

In gewissem Umfang sind sie austauschbar, auch wird im Körper zum Teil K1 In K2 umgewandelt. Ihr Aufgabenbereich überschneidet sich größtenteils. Deshalb spricht man auch von einem Vitamin statt von zwei. Aber es bestehen gewisse Unterschiede, zumindest in der Gewichtung ihrer Aktivitäten.

Über Einflussnahme auf der Ebene der Gene fungiert es bei Kontrolle von Zellteilung und Apoptose ( = Mechanismus der Selbstzerstörung stark geschädigter ggf entarteter Zellen). Zudem kommt ihm bzw verschiedenen Vitamin K-abhängigen Proteinen eine antikarzinogene Wirkung zu.

Ähnlich interagiert auch auch mit weiteren Proteinen bei der Hemmung von Entzündungen, u.a. im zentralen Nervensystem und Gehirn. Neurologisch bedeutsam ist auch seine Rolle bei der Synthese der sog. Sphingo- Lipide, die als Bestandteile der Nervenmembran für bestimmte Formen der Signalübertragung zuständig sind.

Von herausragender Bedeutung ist aber die (in der Leber angesiedelte) Bildung von mehreren Gerinnungsfaktoren für das Blut. Hier scheint im übrigen das K1 wirksamer zu sein als das K2. (Deshalb Vorsicht bei gleichzeitiger Einnahme von Blutverdünnern wie Marcumar. vgl o. Vit E) 

Damit ist das Wirkungsspektrum des Vitamin K aber noch nicht ganz erfasst. Über die Zellteilung wie auch weitere Mechanismen nimmt es Einfluss auf die Erzeugung neuen Gewebes. Dies gilt besonders für Gefäße, Knorpel/ Bindegewebe, sowie die Organe Herz, Lunge und Niere – in außergewöhnlichem Maße aber für den Aufbau der Knochensubstanz. Denn hier aktiviert es sowohl das Matrix-Gla-Protein als auch das Hormon Osteocalzin.

Interessanterweise richtet es sich aber in seiner Wirkung nicht nur gegen Knochenabbau bzw Entkalkung, sondern auch gegen die Verkalkung von Gefäßen und Geweben. Indirekt – über das Hormon Osteocalzin senkt es zudem auch den Blutzuckerspiegel.

Stichworte:
Zellerneuerung, Blut, Gerinnung, Entzündung, Nervensystem, Knochenaufbau, Gefäße, Herz,
Diabetes

Vitamin D3 oder Calciferol
„Vitamin D“ dient als Oberbegriff einer Klasse von fettähnlichen Substanzen, den Sero-Steroiden. D3 ist davon die wichtigste für unseren Organismus.

Auch das Vitamin D2, Ergocalciferol, ist von Bedeutung. Denn aus ihm kann D3 hergestellt werden. So läuft die körpereigene Produktion von D3 in der Haut (unter Einfluss von UV-Licht) über die vorherige Synthese des D2. (Im strengen Sinne ist Vitamin D kein Vitamin, da es auch vom Organismus selbst hergestellt wird.) Ihre äußeren Quellen sind verschieden: D3 stammt aus tierischer Nahrung, D2 dagegen aus pflanzlicher.

Vitamin D3 ist von seiner Funktion her ein quasi universales Hormon. Man findet Rezeptoren dafür in den meisten Geweben und konnte seine Regulationsleistung auf ca 900 Gene bereits nachweisen.

Zugleich bildet es die Vorstufe zu spezialisierten Hormonen, den Steroidhormonen. Damit wirkt es auf mehreren Wegen mit bei der Regulation von Östrogen, Progesteron, Testoteron und verbessert etwa auch die Spermienqualität.

Ein Aspekt seiner hormonellen Wirksamkeit besteht in seinem Einfluss auf das Renin-Angiotensin-System in der Niere zur Regulierung des Blutdrucks. Weiter trägt es dazu bei, die Sekretion von Insulin in der Bauchspeicheldrüse aufrechtzuerhalten. 

Primär dient es jedoch der Regulation des Calcium-Phosphat-Haushaltes und damit besonders des Knochensystems. Es sorgt für eine Erhöhung der Calzium-,- und Phosphatmenge im Blut. Dies geschieht über eine Steigerung der Aufnahme im Dünndarm sowie der Rückresorption in der Niere.

Bei hohem Calcium-Spiegel werden Knochen aufbauende Zellen, die Osteoblasten, zur Aktivität angeregt. Vitamin D ist ein Protagonist für das Calzium aber nicht nur in den Knochen, sondern auch in anderen Geweben. (Im Falle einer gravierenden Überdosierung kann es deshalb auch zu Verkalkungen kommen.) 

In den Muskeln (und Nerven) ist Calzium mitverantwortlich für die Erregbarkeit der Fasern durch Impulse. (Es verstärkt das elektrische Potential der Zellmembran.) Vitamin D wirkt aber auch direkt über seine Rezeptoren in den Muskelzellen. Damit reguliert es die Kontraktion, verbessert deren Koordination und schützt bestimmte Muskelfasern. Es besteht eine positive Korrelation zwischen der Menge an verfügbarem Vitamin D und der gemessenen Muskelkraft.

Nachweislich beeinflusst es in günstiger Weise die Funktion der Herzzellen, indem es deren Calziumspeicher aufzufüllen hilft und mit der Zeit sogar deren Struktur.

Allgemein fördert Vitamin D Zellwachstum und -differenzierung in vielen Geweben (Knochen, Muskeln, Knorpel/Bindegewebe, Haut, Schleimhaut und Blut). Aber es reguliert auch die Apoptose veränderter Zellen und wirkt (antiproliferativ) deren Ausbreitung entgegen.

Wichtig sind noch seine Stimulierung des Abbaus abgebauter Zellbestandteile (Selbstverdauung/ Autophagose) sowie des Immunsystems. Gerade dort werden aber auch überschießende Reaktionen gedämpft und aus dieser modulierenden Qualität resultiert auch seine antientzündliche Qualität.

Nicht zuletzt fungiert es auch noch an mehreren Stellen der hormonellen und neuronalen Steuerung des Organismus. Denn es entscheidet mit über die Freisetzung der Neurotransmitter Acetylcholin, Serotonin, Dopamin, Substanz P, sowie der Neurotransmitter (und Hormone)

Adrenalin und Noradrenalin. Dadurch ist es in der Lage, übergeordnete Strukturen wie die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse zu beeinflussen. (Hier wird der allgemeine Aktivierungsstatus des Organismus festgelegt wie etwa bei Stress.)

Im Gehirn reguliert Vitamin D den Nervenwachstumsfaktor NGF wie auch GNDF, eine Substanz, die für den Aufbau der Gliazellen zuständig ist. Jene sind es, welche die Nervenzellen ernähren und schützen, indem sie die Blut-Hirn-Schranke aufrechterhalten.

Stichworte:
Hormon, Endokrinologie, Blutdruck, Calziumhaushalt, Knochen, Muskeln, Herz, Zellerneuerung,
Bindegewebe, Haut, Immunsystem, Entzündung, Nervensystem

Selen ist ein essentielles Spurenelement.

Man findet es eingebunden in Vorgänge, welche beim Ablesen der genetischen Information die Entwicklung und Differenzierung der Zelle steuern.

Damit hängt auch seine anticarcinogenen Wirkung zusammen: Es ist beteiligt an der Reparatur der DNS, verhindert die Vermehrung geschädigter Zellen, blockiert onkogene ( d.h. für Krebsentstehung verantwortliche) Abschnitte der DNS und hilft bei der Auslösung der Apoptose (Selbstzerstörung einer veränderten Zelle).

Andere Wirkungen – vor allem die antivirale – weisen hin auf weitere Aufgaben des Selen im Organismus. So stimuliert es auf verschiedene Art die Immunkompetenz, ist zugleich aber in einen Feedback-Mechanismus eingebunden, der überschießende Reaktionen dämpft. Auf genetischer Ebene wie auch bei der Kontrolle der freigesetzten Botenstoffe zeigt das Selen entsprechend entzündungshemmende Wirkung (z.B. im Verbund mit Vitamin E bei Arthritis). 

Die vielleicht wichtigste Funktion des Selen besteht in seiner Rolle bei der Entgiftung. An eine Eiweißstruktur (Selenoprotein P) gebunden, wirkt es mit L-Gluthation und Vitamin E zusammen.

Sie ermöglichen es dann verschiedenen Enzymen, Xenobiotika und Schwermetalle (Quecksilber/ Amalgam, Cadmium) unschädlich zu machen.

Diese Kombination ist zudem äußerst effektiv in der Bekämpfung von nitrosativem und oxidativem Stress. Geschützt werden vor allem die Lipidstrukturen in Zellmembranen und Organellen.

Dies gilt besonders in Bezug auf das Endothel, die innere Auskleidung der Gefäße, und die Erythrozyten,
die roten Blutkörperchen.

Betroffen bei der Entgiftung ist natürlich gerade auch das Organ, in dem sich diese Vorgänge abspielen, die Leber. Selen dient denn zum Schutz vor deren eigener Schädigung bzw wirkt der Entwicklung einer Zirrhose entgegen.

Nicht von ungefähr finden sich hohe Selenwerte auch im Auge. Sein antioxidatives Potential gegenüber den Auswirkungen v.a. des UV-Lichts schützen vor grauem Star und Makuladegeneration. Hohe Konzentrationen sind auch in der Schilddrüse anzutreffen. Hier ist der Grund aber ein anderer: Selen ist Bestandteil eines Enzyms, das die Umwandlung und Aktivierung der Schilddrüsenhormone besorgt (T2 → T3). Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse können mit einem Mangel an Selen zusammenhängen.

Selen reguliert auch die Hormonausschüttung in anderen Organen, so der Bauchspeicheldrüse (Insulin wie auch sein Antagonist Glucagon) und Nebenniere (Adrenalin, Noradrenalin). Diese letztere Einwirkung auf Stresshormone der Aktivierung kann der Grund für die Blutdruck senkende Wirkung des Selen sein. 

Ein weitere Punkt – und ein Hinweis darauf, wie eins ins andere greift: Selen ermöglicht mit anderen Cofaktoren das Recycling des verbrauchten Co Q10 im Körper.

Stichworte:
Zellerneuerung, Immunsystem, Entzündung, Detox, Antioxidans, antinitrosativ, Leber, Auge, Hormonsystem, Schilddrüse, Blutdruck

Zink
Auch dies ist ein essentielles Spurenelement. Es stellt eine aktive Komponente dar von über 300 Enzymen. Einige von diesen kontrollieren die Expression von bestimmten Genen, wo das Ablesen in der sog. „Zinkfingerdomäne“ stattfindet. Das betrifft mehr als 10% des gesamten Genoms. Andere kontrollieren auf genetischer Ebene die Synthese von DNS und RNS. Damit erstreckt sich seine Wirksamkeit auf den ganzen Bereich des Aufbaus, der Differenzierung und Vermehrung der Zellen wie auch der Herstellung spezifischer Substanzen.

Zink ist in vielfältiger Weise in den Stoffwechsel von Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten eingebunden. Es fungiert im besonderen bei der Synthese von Proteinen. Aus diesen werden Enzyme, Transportproteine (wie Hämoglobin), Hormone und deren Rezeptoren, Neurotransmitter und Botenstoffe aufgebaut. Das gilt auch von den Komponenten der Zelle selbst, den Membranen oder dem Cytoskelett (= inneres Strukturelement der Zelle, gibt ihr Stabilität und ermöglicht ihre Bewegung.)

Daraus erweist seine Relevanz für alle Prozesse, die mit der Entwicklung, dem Wachstum und der Regeneration von Geweben verbunden ist. 

So ist es auch Bestandteil der Knochenmatrix und Cofaktor von Enzymen, die deren Bestandteile synthetisieren. Es unterstützt den aufbauenden Effekt des Östrogens und des Vitamin K. Ebenso hilft es bei der Herstellung von Kollagen in Haut und Bindegewebe und sorgt u.a. auch für eine bessere Vernetzung zwischen den einzelnen Zellen im Gewebe. Auch der Knorpelaufbau benötigt vor allem Zink, sowie Vitamin B6 und Magnesium.

Im Stoffwechsel der Haut, Haare und Nägel (in den Zyklen der Erneuerung) übernimmt es eine besondere regulative Funktion. Die Anwesenheit von Zink bestimmt über die Dicke und die Stabilität der Haare.

Auch Wundheilung ist an eine ausreichende Zinkversorgung gebunden. 

Ein anderer Aspekt seiner Wirksamkeit hängt mit seiner Rolle bei der Produktion von Hormonen zusammen. Dies umfasst Schilddrüsen-, Wachstums-, und Sexualhormone (Östrogen, Progesteron, Testosteron) wie auch Insulin und Glucagon (Steuerung der Kohlenhydratverwertung).

Im besonderen fungiert es bei der Speicherung bzw Ausscheidung von Insulin durch die Betazellen in der Bauchspeicheldrüse und dem anschließenden Transport im Blut. Bei Diabetes 2 nun ist die Produktion des Insulin gestört und es besteht eine mehr oder weniger ausgeprägte Resistenz gegen Insulin durch die Körperzellen – beides resultierend aus vergangener Überproduktion. Zink ist ein wesentlicher Faktor, wenn es darum geht, diesen fortschreitenden Prozess aufzuhalten. (Bei bereits bestehendem hohem Blutzucker kommt es umgekehrt ständig zu einem Zinkverlust.) 

Zink beeinflusst auch direkt die Fruchtbarkeit von Männern und Frauen. Besonders hohe Zinkwerte finden sich in Prostata und Gebärmutter, auch im Sperma. Es verbessert dessen Qualität, die Spermienanzahl und die Ejakulatmenge. Es spielt aber auch schon eine Rolle bei der Ausbildung der männlichen Geschlechtsorgane, bei Potenz und Libido.

Zentral ist auch seine Rolle im Immunsystem. Die Infektanfälligkeit des Körpers hängt zu einem guten Teil von seiner Zinkversorgung ab. Denn fast alle Zelltypen, die für die angeborene oder die erworbene Immunität zuständig sind, benötigen Zink. Zudem wird die Fähigkeit von Viren, an Körperzellen anzudocken, durch das Zink blockiert. 

Es beeinflusst auch die Bildung von Botenstoffen und wirkt aufgrund seiner regulativen Funktion antientzündlich.

Zink ist in die Synthese von Neurotransmittern einbezogen. Bei bestimmten reguliert es auch deren Rezeptoren an den Synapsen (bei Glycin, GABA, Glutamt). Dabei modifiziert es deren Erregungsschwelle. Das betrifft vor allem Vorgänge im zentralen Nervensystem einschließlich Gehirn und Weiterleitung von Sinneswahrnehmungen.

An dieser Stelle ist eine Klasse von Zink speichernden Enzymen zu erwähnen, die im neurologischen Bereich bedeutsam sind, die Metallothioneine. Sie übernehmen allgemein eine Rolle bei der Regulation des Gewebeaufbaus, im besonderen tragen sie aber bei zum Schutz neuronaler Strukturen. Sie modulieren zudem synaptische Übertragungen in der Hirnrinde und bauen Amyloide, schädliche Eiweißstrukturen, ab.

Überhaupt besteht ein wesentlicher Teil ihrer Aktivität in der Entgiftung. Denn sie binden neben Zink auch andere Metalle, darunter im Übermaß schädigende wie Kupfer und Silber oder toxische wie Cadmium, Quecksilber, Arsen. Zusätzlich bauen sie auch andere giftige Stoffe ab wie Alkohol und Ammoniak.

Außerdem sind sie – wie auch andere Zink beinhaltende Enzyme, etwa die Katalase oder die SOD (Superoxiddismutase) – starke Antioxidantien. 

Zink kommt in hoher Konzentration im Auge vor. Das liegt daran, dass es zusammen mit Vitamin A ein Cofaktor ist für die Funktion von Eiweißen, die am Sehvorgang und an der Dunkeladaption des Auges beteiligt sind. Gleichzeitig schützen zinkhaltige Enzyme die Netzhaut vor oxidativem Stress.

Auch im Blut finden sich hohe Zinkwerte. Das hängt mit der Rolle eines weiteren Zink-Enzyms zusammen, das für die Gewinnung von Bicarbonat aus Wasser und Kohlendioxid zuständig ist. Bicarbonat selbst ist der wichtigste Puffer für Säuren im Organismus und hält den Säuren-Basen-Haushalt aufrecht.

Zu guter Letzt: Zink ist wie auch das Selen mitverantwortlich für das Recycling von verbrauchtem Co Q10.

Stichworte:
Erbgut, Stoffwechsel, Gewebewachstum, Haut, Haare, Nägel, Wundheilung, Detox, Antioxidans,
Hormone, Fruchtbarkeit, Nervensystem, Schutz, Auge, Säure-Basen-Haushalt

D-Ribose
ist ein Kohlenhydrat, genauer eine Pentose, ein aus einem Gerüst aus 5 Kohlenstoffatomen aufgebauter Zucker.

Sie ist ein Bestandteil des Adenosin, welches in vielen wichtigen Bestandteilen des Stoffwechsels vorkommt. 

Wir erwähnen diejenigen, die in unseren bisherigen Betrachtungen bereits aufgetaucht sind: NAD/ NADH und NADP/ NADPH (

Diese enthalten als Bestandteile zudem Niacin/ Vitamin B3.) Acetyl-Coenzym A = aktivierte Essigsäure: Endprodukt des Kohlenhydrat,- und Fettstoffwechsels Substrat der Energiegewinnung im Citratzyklus und in der Atmungskette.

ATP: die Trägersubstanz der dabei gewonnenen bzw chemisch gebundenen Energie sowie ihre Vorgänger: AMP ( + P → ADP) und ADP ( + P → ATP)

Ribose ist zudem ein wesentlicher Bestandteil der Ribonukleinsäure/ RNS. (Verschiedene Arten von RNS besorgen das Ablesen der genetischen Information an der DNS, ihre Regulation sowie die Weiterleitung an andere zelluläre Strukturen. Hier dient diese dann als Bauplan für die Herstellung der vom Organismus benötigten Proteine.)

Auch das Erbgut selbst, die DNS, Desoyribonukleinsäure, ist aus Ribose bzw Desoxyribose aufgebaut. Allein schon deshalb ist der Ribosebedarf der Zellen immer hoch.

Stichworte:
Energiegewinnung, ATP, RNS, DNS, Erbgut

Nachtkerzenöl
wird gewonnen aus dem Samen der gleichnamigen Pflanze (Nachtkerze, Oonethera biennis). Nachtkerzenöl enthält einen hohen Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, Gamma-Linolensäure (8,7%) und Linolsäure (74%). Es handelt sich dabei um essentielle Omega-Fettsäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann. (Der Rest besteht aus jeweils ca. 8% einfach ungesättigten und gesättigten Fettsäuren.)

Benötigt werden diese für den Aufbau von Zellmembranen und hormonähnlichen Substanzen. Sie senken den Cholesterinspiegel und stärken Bindegewebe und Haut – insbesondere schützen sie die Haut vor Flüssigkeitsverlusten. Zudem wirken sie entzündungshemmend und beruhigen bei allergischen Einflüssen. Gerade bei Neurodermitis und anderen Hautproblemen wird deshalb Nachtkerzenöl oft eingesetzt.

Die Zugabe von Nachtkerzenöl in Q10 Magic Power hat jedoch noch einen anderen Grund. Denn es bildet eine Emulsion mit den anderen fettlöslichen Komponenten der Rezeptur. Das betrifft die lipophilen Vitamine D3, E, K1 und K2 ebenso wie den Hauptwirkstoff Coenzym Q10. Das ermöglicht eine bessere Aufnahme im Verdauungssystem bzw eine beschleunigte Darmpassage.

Das zeigt sich an erhöhter messbarer Verfügbarkeit im Blut. Entscheidend ist aber die vollständige und reibungslose Aufnahme durch die einzelne Körperzelle. Denn die lipophilen Membranen der Zellen und ihrer Organelle (wie auch der Mitochondrien) öffnen sich um so mehr in dem Maße, in dem ungesättigte Fettsäuren in sie eingebaut werden. Die damit verbundenen Stoffe passieren also zügig ohne Widerstand.

Stichworte:
Zellaufbau, Hormone, Entzündung, lipophiler Transport, Emulsion

Stevia ist ein natürlicher Süßstoff.
Es wird gewonnen aus den Blättern der krautartigen Pflanze Stevia rebaudiana. Diese stammt ursprünglich aus Südamerika, wird aber heutzutage vor allem in China angebaut.

Die Süße verdankt sich den Stevicoiden, einer Art von Glykosiden. (Glykoside sind organische Verbindungen eines Alkohols mit einem Zucker.)Sie resultiert aus der Einwirkung auf die „süß“-Rezeptoren der Zunge, vor allem aber aus der starken Wirkung auf den sog. Proteinkanal TRPM 5. 

Dieser ist für die Weiterleitung süßer oder auch bitterer Geschmackeindrücke zuständig. Durch diese seine starke Reaktion vervielfacht sich die Reizsensation.

Stevia ist 300 mal süßer als Saccarose (Rohr-, oder Rübenzucker), man muss also keine großen Mengen von ihm einsetzen. Zugleich ist es völlig kalorienfrei. Im Gegensatz zu vielen künstlichen chemischen Substanzen, die als Süßstoffe zugelassen wurden, sind außerdem für seine Anwendung keine gesundheitlichen Risiken bekannt.

Stichworte:
Süßstoff, ohne Kalorien, ohne Nebenwirkungen